Informationen und Richtlinien betreffend Coronavirus: Kein Präsenzunterricht – Rosshof geschlossen

Der Bundesrat hat verfügt, dass bis auf weiteres kein Präsenzunterricht stattfinden darf. Alle Gebäude der Universität sind grundsätzlich geschlossen.

Für die Mitarbeitenden muss Home Office – wenn immer möglich – umgesetzt werden. Am Departement Altertumswissenschaften (DAW) wird ein Notbetrieb ermöglicht: Der Zugang ist für Mitarbeitende für Tätigkeiten, die nicht im Home Office erledigt werden können, zeitlich beschränkt gestattet (Selbstausleihe von Büchern, Postabholung, Abholung dringend benötigter Unterlagen und Hilfsmittel). Die Anwesenheit ist vorab im Anwesenheitsplan einzutragen und die Hygienevorgaben sind einzuhalten. Das Notfall-Betriebskonzept des DAW ist hier einsehbar.

Ausführliche Informationen für Studierende, Dozierende und Mitarbeitende sowie Aktualisierungen der Richtlinien und Massnahmen der Universitätsleitung finden Sie hier.

Foto aus der Bibliothek

Ab Dienstag, 07.04.2020 besteht für Studierende und Doktorierende die Möglichkeit, via DigiLit Plus kostenlos Scans aus den Beständen der Bibliothek Altertumswissenschaften zu bestellen.
Vom 9. bis 13.04.2020 (Ostern) werden keine

Scanaufträge erledigt und versendet.
Informationen zur Ausleihe, den Ausleihfristen und Rückgabemöglichkeiten der Bibliothek Altertumswissenschaften finden Sie hier.

Anleitung zu DigiLit Plus

Liebe zum geschriebenen Wort

Die Griechische Philologie bzw. Gräzistik ist eine Wissenschaft mit einer 2500-jährigen Tradition, welche die literarischen Werke der antiken Griechen zu ihrem Gegenstand hat. Zur antiken griechischen Literatur gehörten bedeutende Texte unterschiedlicher Gattungen vom 8. Jahrhundert v.Chr. bis ins 5. Jahrhundert n.Chr.

Von diesen üben zahlreiche eine grosse Wirkung über die Jahrhunderte hinweg bis heute aus: die Epen des Homer, des "ersten Dichters des Abendlandes" (8./7. Jh. v.Chr.), die Lehrdichtung des Hesiod (7. Jh. v.Chr.), die frühgriechische Lyrik, etwa der berühmten Dichterin Sappho oder des Archilochos (7./6. Jh. v.Chr.), das attische Drama mit den drei grossen Tragikern Aischylos, Sophokles und Euripides und dem Komiker Aristophanes, die Historiographie des Herodot und Thukydides (5. Jh. v.Chr.), die Rhetorik des Demosthenes und Lysias (4. Jh. v.Chr.) sowie die Philosophie der Vorsokratiker (6./5. Jh. v.Chr.), von Platon und Aristoteles (4. Jh. v.Chr.). Neben der archaischen und klassischen Periode rückt zunehmend auch die Literatur des Hellenismus (z.B. die Bukolik des Theokrit, die Dichtung des Kallimachos und das Epigramm), der Kaiserzeit (z.B. die Biographien des Plutarch, die gesellschaftskritischen Schriften von Lukian, nicht zu vergessen der griechische Liebesroman) und der Spätantike (mit den zahlreichen christlichen Schriftstellern) ins Zentrum des Interesses. Dazu kommen das spätere wissenschaftliche Fachschrifttum und Gebrauchstexte. Neufunde liefert laufend die Papyrologie.

All diese Texte konserviert, tradiert, analysiert, und interpretiert die Griechische Philologie mithilfe von literatur-, sprach- und kulturwissenschaftlichen Methoden. Im Verbund mit den Altertumswissenschaften kann sie so, die eigentlich fremde griechische Antike als "Prüfstein" nehmend, zu einem erweiterten gegenwärtigen Welt- und Selbstverständnis verhelfen.